Donnerstag, 24. Mai 2012

Ideenschmiede

In den letzten Tagen waren meine Gedanken bei den gesundheitlichen Problemen des Mannes an meiner Seite.
Um mich abzulenken und zu entspannen, habe ich mir Gedanken zu verschiedenen Themen-Essen und Themen-Menüs gemacht.
Meine Küche wurde zur Ideenschmiede.

Zugleich eine gute Übung, denn ein neuer Kochwettbewerb, an dem ich mich zu beteiligen gedenke, steht ins Haus. 

Ich hatte mir vorgenommen, Gemüse aus der Umgebung, so wie es gerade auf dem Markt angeboten wird, zusammen mit regionalen Fleisch-Spezialitäten einen fernöstlichen Touch bei der Zubereitung zu geben.


Hier ein Ergebnis:
In süßem Chili-Manis-Joghurt-Dip marinierte Gurkenspagetti in einer Ardenner Kernschinkenrolle mit Minze garniert.
Ein wirklich spannendes und sehr köstliches Crossover.


Mai 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, 21. Mai 2012

Kleines Spargelessen

Wie kocht / bereitet man eigentlich Spargel?
Vier Mails mit dieser Frage erreichten mich in der letzten Zeit.
Also werde ich das Grundrezept für die Zubereitung von Spargel lüften. Ihr werdet sehen, es ist wirklich ganz einfach.
Zuerst aber möchte ich einen herzlichen Gruß aus der Küche mit Euch teilen.


So, und nun zum Spargel und seiner Zubereitung.
Voraussetzung zum guten Gelingen ist die Frische des Spargels. Was das betrifft bin ich absolut verwöhnt, denn hier in der Umgebung in der ich lebe wird der Spargel angebaut. Eigentlich nur aus dem Haus und bis zum nächsten Spargelbauer, der seine Produkte direkt am Rande des Feldes anbietet. Noch frischer geht es also gar nicht.
Alle Anderen bitte ich, auf noch saftige Schnittstellen der Stangen zu achten. Ein kleiner Ritzer mit dem Fingernagel am unteren Ende der Stange gibt Auskunft. Ist der Abschnitt nicht holzig, dann ist der Spargel frisch.

Den Spargel bis zum Verzehr, am gleichen Tag, in eine feuchte Zeitung oder ein feuchtes Geschirrtuch einschlagen und bis zum Schälen kühl lagern.
30 Minuten vor der Zubereitung den Spargel in Wasser legen.
Am Besten zum Garen einen hohen Spargeltopf nehmen, dann stehen die Spargelstangen im Garwasser. Zur Not tut es ein großer Topf auch, allerdings liegen dann die Stangen im Wasser und sollten 1 x gewendet werden.
In den Topf geben wir neben Wasser und Salz auch 1 TL Zitronensaft. Ich gebe immer zwei geschälte, geviertelte Knoblauchzehen hinzu und pflücke aus meinem Kräuterbeet ein kleines Krätuersträußchen aus Petersilie, Liebstöckel und Zitronenmelisse. Dieses "Spargelwasser" zum Kochen bringen.
Die Stangen vom Kopf her mit einem Spargelschäler rundum dünn schälen und die unteren Enden ca. 3 cm abschneiden. Alle Stangen gleichzeitig in das kochende Wasser geben und je nach Stärke der Stangen 10 bis 12 Minuten leicht sprudelnd kochen lassen. Danach die Hitze ausstellen und die Stangen für weitere 20 Minuten in der Brühe ziehen lassen.
Der Spargel ist bissfest, also knackig mit einem frischen, zarten Geschmack.


Wahlweise den Spargel mit Butter, Quark oder einer klassischen Holländischen Soße übergießen und...

Wir haben gestern mit Hackfleisch gefüllte Mais-Tortellinis und eine Tomaten-Sahne-Soße dazu gegessen. Einfach köstlich. 

Guten Appetit.   


Mai 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, 14. Mai 2012

Genussvoller Muttertag

Muttertag - nicht so mein Ding
Und doch haben ich/wir ihn gestern zusammen sehr genossen.

Als wir, mein Mann fürs Leben und ich, wieder alleine waren, habe ich mich selbst beschenkt und für uns etwas aufwendiger gekocht.
Einfach weil ich Lust darauf hatte.
Einfach weil es Spaß gemacht hat.

Mein Geschenk-Essen an mich:
Fleischbällchen á la Königsberger Klopse mit buntem Kartoffelpüree und Speckbohnen.
Dazu einen wundervollen, trockenen und samtig weichen Rotwein.

Muttertag - war dann doch mein Ding.


Mai 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Freitag, 11. Mai 2012

Initiative: Koche für Deine Nachbarn

Die Niederländer sind ein kleines Volk, dass sich mit Vielen einen nicht sehr großen Lebensraum teilt. Dies hat in den Jahrhunderten dazu geführt, dass sie den Nachbarn relativ entspannt sein Leben leben lassen. Der Rest von Europa nennt das Lieberal.
Die Niederländer sind seit Jahrhunderten von der Naturgewalt Wasser bedroht. Also haben sie die Flüsse eingedeicht, Kanäle gegraben und das Meisterwerk gebaut, den Abschlussdeich. Der Rest von Europa bewundert ihren Gemeinschaftssinn gepaart mit Erfindungsreichtum. 
Die Niederländer sind ein sparsames Volk. Also versuchen sie mit relativ geringem Aufwand die restliche Welt zu besuchen. Der Rest von Europa staunt über die Reiselust und die Wohnwagenkolonnen, besonders zur Sommerzeit.

Wer nun die Gelegenheit hat, auf einem Campingplatz solch einen Wohnwagen von innen zu bewundern, der wird feststellen, selbst der Zucker und die Kartoffeln werden von zu Hause mitgebracht. Man stelle sich vor, dass diese "Grundbedürfnisse" mitten in Europa nicht vorrätig wären.
Aus diesem Grund nimmt der Niederländer alles mit. Da weiß er, was er hat und steht vor keinen unliebsamen, auch finanziellen, Überraschungen.
Wobei wir nun bei einer weiteren Eigenschaft dieses Volkes wären: Niederländer sind und denken praktisch.

Der Niederländer kennt, entgegen allen Vermutungen, sehr wohl eine Esskultur. Die hört nicht bei FRITTEN und KROKETTEN auf. Letztere sind einfach nur lecker und praktisch.
Ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat das Kochen durch den Zuzug von verschiedenen Bevölkerungsgruppen phantastische Impulse erhalten. Die Freude am Kombinieren und die Auswahl an Lebensmitteln haben die Niederländer zu neuen, ganz eigenen Gerichten verarbeitet und in ihre eigene Esskultur eingebunden. So führt selbst der normale Supermarkt gleich um die Ecke ganz exotische Zutaten und sind zu wahren "Entdeckertempel" für meine Besucher, interressiert an ungewohnten Lebensmitteln, geworden.

Die Schattenseite dieses Lebensstils ist auch hier ein gewisser Überfluss, dem man sich, gemahnt durch Verfallsdaten, entledigt. 
Kein Wunder, dass sich der eigentlich sparsame Niederländer schon seit Jahren über diese Verschwendung ärgert.
Kombiniert mit einem durchaus liberalen Interesse an ihren Mitmenschen kam eine junge Dame vor einiger Zeit auf eine sehr gute und doch ganz alte Idee.
Warum kochen wir nicht gemeinsam? Und vermeiden dabei, dass Lebensmittel und Energie vernichtet werden.

Stellen wir uns also vor, ich finde ein ganz besonderes Rezept, bin aber Singel. Lohnt sich da dieser Aufwand für nur eine Person? Ist es nicht auch gemütlicher, wenn wir mit Anderen zusammen essen würden?
Gut, dann koche ich also übermorgen zum Abendessen einen wundervollen großen Topf des Gerichtes XY. Das gebe ich auf einer eigens ins Leben gerufenen Internetseite bekannt, bei der ich mich, genau wie tausende anderer Niederländer, registriert habe. Ich vermelde, dass mein Essen am XXten um ... klar ist. Bis zum Morgen des "Kochtages" können sich andere Mitglieder der Seite bei mir anmelden. Ich weiß also, mein Gericht koche ich für 2, 6 oder 12 Personen aus meiner Nachbarschaft. Pünktlich zum angegebenen Zeitpunkt stehen diese Fans meines Essens vor der Tür und holen sich ihre Portion, gegen einen Unkostenbeitrag ab. Dabei kommt man ins Gespräch, man tauscht sich aus über Kinder, Sorgen oder Rezepte. Man hört auch gleich, was der Ein oder Andere in den nächsten Tagen kochen will und .. meldet sich, wiederum auf der Seite, dort an.
Natürlich kann ich auch ganz gezielt, nach Städten und/oder Datum sortiert, suchen.
Alle Gerichte, alle Köche, alle "Mit-Esser" aus ganz Niederlande haben hier auf dieser Seite die Möglichkeit, sich zu finden.

Seit Dienstag dieser Woche bin auch ich Mitglied dieser sozial-kulturell-kulinarischen Bewegung:
Koche für Deine Nachbarn - Esse mit Deinen Nachbarn - Teile mit Deinen Nachbarn.


Am 19.Mai ist mein erster "Kochtag".
Ich habe mich entschieden, eine wundervoll cremige Erbsensuppe aus frischen, passierten Erbsen mit Mettwurst und frühlingszarten Kräutern zu kochen, die ich mit Créme Fraiche binde und mit gebackenen, hauchzarten Scheiben Frühstücksspeck kröne.
Ab 16.30 Uhr, die Niederländer speisen bereits ab 17.00 Uhr zu Abend, können die Mitesser ihre bestellte Portion abholen kommen.
Anmeldung über:
www.thuisafgehaalt.nl
Man findet mich in der Stadt Venlo unter USCHI


Mai 2012
(c) U.Pahnke-Felder  

Mittwoch, 9. Mai 2012

Im Kuchenhimmel auf der Kunstroute in Heinsberg

Wundervolle Kuchen-Aussichten, die sich uns boten.


Verlockungen, denen wir erst gar nicht widerstehen wollten.


Liebevoll arrangiert durch die Gastgeber für uns Besucher.
Und nur der Vollständigkeit halber, es war köstlich. In jeder Hinsicht, eine erlebenswerte Kunstroute Heinsberg für uns im "Haus Millen".


Mai 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Montag, 7. Mai 2012

Mandarinen-Muffins

Nachdem ich am Sonntag die Einladung zur Teilnahme am 7. ALFA Multimedia-Wettbewerb, Thema "Karierte Maiglöckchen" erhalten habe, waren meine Gedanken in Aufruhr - vor Glück.

Was mir hilft, mich zu sortieren und zu entspannen, ist kochen / backen.
Schon lange wollte ich meine "Schmach" der missglückten Muffins, mit dem durch den Hersteller ausgetauschten Mixer, wieder wett machen und im zweiten Anlauf Mandarinen-Muffins backen.
Es war also der richtige Zeitpunkt meine Schürze umzubinden und loszulegen.


2 Eier
110 g Margarine
110 g Zucker
110 g Mehl
1 Vanilleschote
1 TL Backpulver
1 TL gemahlener Anis
1 Dose Mandarinen

200 g Puderzucker
Safran
Schokoladenstreusel

Umluft-Ofen auf 170° C einstellen und vorheizen

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.
Die Dose mit den Mandarinen öffnen und über einem Sieb abgießen, sodass der Saft aufgefangen wird.
Die Margarine schaumig schlagen und löffelweise den Zucker unterrühren. Die beiden Eier einrühren. Darauf achten, dass die Eier ganz in der Masse aufgenommen werden. Danach das Mehl mit dem Backpulver mischen und löffelweise einsieben und gut mit dem Teig mischen. Anschließend die Vanilleschote öffnen, das Mark auskratzen und zusammen mit dem Anis hinzugeben. Danach 1 EL von dem Mandarinensaft hinzu und alles nochmals 3 Minuten gut rühren.

Muffin-Backform mit Papierförmchen ausfüllen oder die einzelnen Silikonformen ebenfalls mit den Papierförmchen ausstatten. In jede der Förmchen einen EL des Teiges geben.
Ich habe 12 Muffins aus der Teigmenge erhalten.
Für 12 Minuten in den vorgeheizten Umluft-Ofen geben. Mit einem Hölzchen kontrollieren, ob sie durchgebacken sind.

ACHTUNG!
Ich backe meine Kuchen in einem Kombi-Ofen. Ich heize den Umluftofen nicht vor, sondern stelle die Küchlein direkt in den Ofen, wähle 185° C Umluft für 12 Minuten. Danach stelle ich um auf Mikrowelle bei 900 Watt für 1,5 Minuten. Die Muffins gehen wundervoll auf, werden locker und leicht, ohne dunkel zu werden.

Den Puderzucker mit dem Safran mischen und vorsichtig etwas Mandarinensaft zugeben, sodass eine dicke Creme entsteht. Mit einem Löffel auf die noch warmen Muffins geben und mit einem Messer verteilen. Mit Schokostreuseln und Mandarinenstückchen dekorieren.

Gut auskühlen lassen.


Mai 2012
(C) U.Pahnke-Felder

Freitag, 4. Mai 2012

Erst mal Wochenende

Ein interessantes Wochenende liegt vor uns.
Einige Ausstellungen, auch von lieben Kollegen, sowohl in den Niederlanden als auch in Belgien eröffnen morgen. Wir haben uns noch nicht entschieden.
Ich hoffe aber auf interessante kulinarische Erfahrungen.


Mai 2012
(c) U.Pahnke-Felder

Mittwoch, 2. Mai 2012

Aufgeschlagene Spargelsoße

In meinem letzten Rezept hatte ich darum gebeten, das Spargelwasser zu bewahren.
Diese Brühe ist die Basis einer köstlichen und dabei leichten Spargelsoße.


2 kg Spargel
1 TL Meersalz
1 Knoblauchzehe
1 Zitrone
2 Stücke Petersilienwurzel

200 ml Spargelbrühe
100 ml Weißwein
3 Eier
Salz
Pfeffer
2 EL Zitronensaft
20 g Butter

Zitrone auspressen. Den Spargel schälen und in Wasser, dem man Meersalz, 1 TL Zitonensaft, eine geschälte und geteilte Knoblauchzehe und die Stückchen Petersilienwurzel zugegeben hat, bissfest ca. 15 Minuten kochen.
Spargel herausnehmen und warm stellen.

Das Spargelwasser durch ein Sieb gießen und ca. 200 ml abnehmen und mit 100 ml Weißwein auffüllen. 3 Eier in einer am Boden runden Edelstahlschüssel schaumig schlagen, bis sie fast weiß sind. Langsam die Spargel-Weißweinbrühe zugeben, sowie Salz, Pfeffer und den Zitronensaft. Die Masse gut miteinander verrühren.
Anschließend die Schüssel in einen Topf mit kochendem Wasser hängen und die Eiermasse so lange schlagen, bis eine dicke, schaumige Creme entstanden ist. Die Butter zur Verfeinerung hinzugeben und abschmecken.
Die Soße darf nicht aufkochen!

Spargel auf Teller verteilen und die Soße darübergießen.
Wer möchte, der kann einige feingewiegte Gartenkräuter überstreuen.

Guten Appetit

Mai 20012
(c) U.Pahnke-Felder